Infostand vom a.i.d.a.-Archiv

Die Antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München e. V. (a.i.d.a.) sammelt seit 1990 Material zu Themenbereichen wie Nationalismus und Rassismus, Informationen von und über neokonservative, extrem rechte und faschistische Gruppierungen sowie Publikationen zum Thema Antifaschismus und vieles mehr.

 

limovobi/Verein zur Förderung alternativer Medien

Infos zu den Veranstaltungen und verschiedenen Projekten des Erlanger Vereins - z.B. Weitere Infos: www.revolution-baiern.de www.mai45.de  www.resistenza.de   www.feld22.de.

 

Infostand des Erlanger Mieterinnen- und Mietervereins

Der Erlanger MieterInnenverein tritt für eine mieterinnen- und mieterfreundliche Politik in Erlangen ein, eine Mietpolitik, die das Wohnen bezahlbar macht.

 

Infostand vom selbstverwalteten Erlanger Jugendhaus

mit veganem Essensangebot - Infos zum Jugendhaus: www.jugendhaus-erlangen.de

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Kunst und Schmuck aus Südafrika


Schmuckherstellung SüdafrikaSchmuckherstellung SüdafrikaSchmuckherstellung Südafrika

 

Diesmal werden am Bismarckstraßenfest auch Kunstgegenstände und Schmuck aus Südafrika verkauft. Der gesamte Schmuck ist in Südafrika bzw. Swasiland in Handarbeit hergestellt.
Bei einer Arbeitslosenquote von geschätzt mindestens 40%, ist die Herstellung von Schmuck für viele die einzige Chance, um ihre Familien zu ernähren und ihre Kinder zur Schule zu schicken. Da viele Familien mit einem monatlichen Einkommen von ca. 800 – 1200 Rand (etwa 100 €) ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen, geht das Geld für den Schmuck ohne Umwege nach Südafrika. Es werden damit direkt die Familien unterstützt. Sie erhalten damit eine gewisse Planungssicherheit für die nächste Zeit, um die notwendigsten Dinge für das tägliche Leben zu kaufen.
Ebenso haben die Kinder dadurch die Möglichkeit eine Schule zu besuchen.

Kinder Projekt SüdafrikaSüdafrikaKinder Südafrika


Mit dem Erlös und evt. Spenden am Bismarckstraßenfest werden folgende Projekte unterstützt:

1. Miracle meals

Dies ist eine kleine, von einem Engländer gegründete, Organisation die in den Krippen, Kindergärten und Vorschulen der townships in und um Port Elizabeth herum einen speziellen, mit Vitaminen und Spurenelementen angereicherten, porridge vertreibt. Hintergrund ist dabei, dass Stillen in Südafrika weiterhin als altmodisch gilt oder bei Berufstätigkeit der Mutter oft frühzeitig aufgegeben wird. Eine vollwertige Ernährung der Kinder mit Brei etc. (formula feed) ist teuer, so dass die Kinder sehr bald ausschließlich mit einer Ernährung aus Kürbisbrei aufwachsen. Dies führt oft zu schwerem Proteinmangel und dadurch zu dem sogenannten „Kwashiokor“. Die Kinder sehen dabei „chubby“ (speckig, dick) aus (nicht wie die ausgemergelten Kinder mit Blähbauch der Sahelzone), sind aber ebenfalls sehr krank und sterben leider oft genug daran. Weiterhin ist bei dieser einseitigen Ernährung natürlich auch ein Vitaminmangel vorprogrammiert. Rachitis (VitD/Calciummangel) ist in Südafrika nach wie vor häufig. Diesem Problem versucht miracle meals entgegenzuwirken, in dem es den mit den Spenden finanzierten Spezialporridge an die Kinderkrippen und Kindergärten verteilt.

2. „House of resurrection“

Das 'house of resurrection' in Port Elizabeth betreut Aidswaisen, da leider die Infektionsrate von Babys während der Schwangerschaft bzw. bei der Geburt immer noch sehr hoch ist. Unter idealen Bedingungen, d.h. gute medizinische Betreuung der Mutter während der Schwangerschaft, Beginn einer mehrfach anti-HIV Therapie (HAART-highly active antiretroviral therapy) und elective Sektio (Kaiserschnitt), sowie Verzicht aufs Stillen, läßt sich die Übertragungs-rate von Mutter zu Kind von ca. 40% auf unter 2% reduzieren. Alle diese präventiven Maßnahmen sind der breiten Masse der Bevölkerung aber nicht zugänglich, oft wissen die Schwangeren nicht einmal von ihrer HIV Infektion bzw. erfahren davon erst bei der Geburt des Kindes. Speziell in der fertilen Population, d.h. jungen, sexuell-aktiven Erwachsenen, ist die HIV Infektionsrate noch einmal deutlich höher als in der Gesamtbevölkerung. HIV Prävention (wie auch Verhütung) wird nicht praktiziert. Bei einer AIDS-Erkrankung, vor allem zusammen mit der ebenfalls häufigen (vermehrt auch multidrug resistenten) Tuberkulose ist die Überlebenschance auch unter optimaler Betreuung gering für die Betroffenen. Die Waisenkinder werden meist durch Mitglieder der Großfamilie (Großmutter, Tante) betreut. Existieren keine Verwandte, hat ein Kind nur geringe Chancen auf eine Adoption, da der „Ahnenkult“ hier weiterhin eine wichtige Rolle spielt, d.h. Kinder mit "unbekannten Ahnen" nicht gerne angenommen werden (unabhängig von der Religionszugehörigkeit). Dadurch ergibt sich leider ein großer Bedarf an AIDS-Waisenhäusern.